Dienstag, 25. September 2007

Abenteuer Laufhund

So wurde mir am Dienstag, den 25. September 2007 Fannys zukünftige "Schwester" beschrieben: "Das ist Dörte! Eine Ariégeois Hündin! [Schnell stellte sich heraus, daß Sabu ein Petit Bleu de Gascogne ist.] Französischer Laufhund. Hier die Beschreibung: Die kleine ist ca. 55 bis 57 cm hoch und relativ feingliedrig - aber äußerst zäh. Anhand ihres Gebisses schätzen wir sie auf maximal 2 Jahre, geworfen hat sie auch schon mal. Als sie uns fand trug sie ein fast schon eingewachsenes, total verrostetes Metallhalsband, an dem ein Glöckchen am Stiel befestigt war. Die Bedeutung hierfür hat sich uns leider noch nicht erschlossen (evtl. Erkennung im Feld???), auf jeden Fall reagiert sie sehr gut auf Glöckchengeräusche. Momentan ist sie noch sehr scheu, und es bedarf bestimmt einiger Zeit bis sie Vertrauen fasst (allerdings ist sie auch mit Leckerlies schnell zu überzeugen).
Grundgehorsam muss ihr noch beigebracht werden. Ich denke, sie bedarf einer erfahrenen, konsequenten aber freundlich-führenden Hand. An anderen Hunden orientiert sie sich sehr. Ich halte es, so wie ich sie kennengelernt habe, als Voraussetzung, daß sie mit einem oder gar mehreren Hunden zusammenleben darf. Prima Nasenarbeit hat sie auch trotz ihres geschwächten Zustandes gezeigt. Wenn sie sich freut, dann bellt sie nicht - nein, sie jodelt! Vielleicht sollten wir telefonieren ..." Das taten wir dann auch!

Donnerstag, 15. März 2007

Berufswunsch "Tiefbauingenieurin"

Fanny hat mein Leben total umgekrempelt. Mittlerweile ist sie zum Compagnon und stillen Teilhaber an dieser Geschäftsidee avanciert. Darüber hinaus macht sie eine "Ausbildung" zur Mantrailerin, wobei ihre Spezialdisziplin die Suche auf Asphalt ist (Wen wundert's, mußte sie sich doch mühsam auf Spaniens Straßen durchschlagen.) Naja - und heute Nachmittag haben wir den ersten Kursnachmittag zur Begleithundeprüfung ... Aber zwischendurch bleibt noch genügend Zeit zum Kuscheln, Faulenzen und ihrer größten Leidenschaft: Im Vertrauen hat sie mir gestanden, daß sie eigentlich Tiefbauingenieurin werden möchte, damit sie all den Mäusen, Maulwürfen und Ratten den Garaus machen kann ;) Kurzum - Fanny buddelt für Ihr Leben gern Mäuselöcher aus.
Erst letzte Woche haben wir nochmal einen Test auf Makrofilarien gemacht, der leider immer noch positiv ist. In Absprache mit Fannys Tierärztin und einer befreundeten Tierärztin, die auch die beiden Galgos meiner Mutter betreut, bekommt Fanny - da sie sonst putzmunter ist - nun weiterhin Advocate.

Freitag, 22. Dezember 2006

Ein halbes Jahr Fanny

Fanny hat sich prächtig entwickelt und ist überhaupt nicht mehr wiederzuerkennen. Ihr Fell ist bis auf zwei kleine Stellen schön gewachsen und glänzt wie Specksparte. Sie hat Muskeln und Kondition aufgebaut und läuft allen großen Hunden davon, so schnell ist sie. Ende Oktober haben wir die Prüfung im Hundeerziehungskurs mit Bravour bestanden, aber sie ist halt auch eine ganz Gescheite. Sie weicht mir nicht der Seite und paßt immer ganz genau auf, was ich gerade mache. Eine paar Tricks haben wir in der Zwischenzeit auch schon drauf: Sie läuft durch meine Beine, springt wie ein Gummiball in die Luft, rollt sich über den Rücken, sagt "Bitte!" ... Und all das macht ihr mächtig Spaß! Wir warten schon brennend drauf, daß der Winter vorbei ist, damit wir mit der Begleithundeprüfung anfangen können und dann vielleicht richtig beim Agility oder bei den Fährtenhunden mitmachen können. Und wie man auf einem Bild sehen kann, hängt die ganze Familie an der kleinen Hutzel ... Und richtig schön schläft sich's halt nur im Rudel mit "Oma" und "Schwester" Tara! Dank Hundetreffen Oberbayern sind wir viel mit anderen Hunden unterwegs, und das tut Fanny sehr gut.

Donnerstag, 19. Oktober 2006

Rückschlag

Fanny hat mit ihrer Haut wieder mehr zu kämpfen. Da hier doch noch nicht alles in Ordnung ist, hat sie sich jetzt einen Hautpilz eingefangen, den wir mit Waschungen behandeln müssen. Das tut mir jedes Mal richtig leid, aber es hilft halt nichts, und wir kriegen’s schon noch hin.

Montag, 18. September 2006

Auf Beobachtungsposten

Fanny sich einen Platz an der Sonne ergattert, von wo aus sie wunderbar die Vor- und Nachbereitungen zum Papstbesuch (sie ist gemeinsam mit ihrer "Tante" Tara als Pilger-Hündin gegangen) beobachten, aber auch hervorragend ein Nickerchen halten kann. Darüber hinaus ist der Platz bestens geeignet, um Mama´s Frühstückssemmel ins Visier zu nehmen. Fanny hat sich prächtig entwickelt - wir besuchen jetzt bei der Rettungshundestaffel Schwaig einen Hundeerziehungskurs. Vielleicht bestehen wir die Prüfung, dann dürfen wir nämlich auch beim Begleithundekurs mitmachen! Ihre kahlen Stellen sind - bis auf die an der Schnauze - schon fast komplett
zugewachsen! Und ihr Fell glänzt!!

Donnerstag, 10. August 2006

Dankbarkeit?

Ja, Fanny ist fröhlich! Manchmal ist es mir richtig unheimlich, mit welcher Freude sie nach allem, was sie erlebt haben muß, durch´s Leben geht. Und ich kann kaum glauben, dass es erst sieben Wochen her ist, dass sie hier herkam. Mittlerweile läuft sie ohne Leine neben mir, kommt immer sofort, wenn ich sie rufe (es sei denn, sie findet eine alte Semmel auf der Straße ;-)). Sie spielt und rennt mit allen anderen Hunden und ist einfach nur dankbar, dass es einem ans Herz rührt. Ich habe früher immer gedacht, es sei übertrieben, Dankbarkeit in einen Hund hinein zu interpretieren - mittlerweile hat mich Fanny eines Besseren belehrt. Letztens habe ich mir Fannys Vermittlungsbilder angeschaut. Als ich die Bilder das erste Mal sah - womit ja alles begann - da tat sie mir leid, wie einem all die vielen Hunde, die dasselbe Schicksal teilen, leid tun. Jetzt, wo sich eine enge Beziehung zwischen uns beiden aufbaut, dreht´s mir fast das Herz um, bei dem Gedanken, dass Fanny so etwas Schlimmes durchmachen musste. Und es tut mir leid um all die Hunde, die dort aushalten müssen oder gar keine Hoffnung haben können. Mir ist wohl bewusst, welches Glück ich mit Fanny habe. Das sie so gar keine Angst hat und sich alles von Anfang an ganz problemlos gefügt hat. Das hätte auch ganz anders kommen können.

Montag, 31. Juli 2006

Kein schöner Anblick

So sah Fanny noch Ende Juli, gut sechs Wochen nach ihrer Ankunft in Freising, aus. Die offenen Stellen waren zwar schon abgeheilt und die Haut nicht mehr so entzündet, aber immer noch dick und rot.